Herzlich willkommen bei der Mittelstandsvereinigung Hannover-Land !
Sie finden hier Informationen des MIT Kreisverbandes Hannover-Land und unserer Stadt- und Gemeindeverbände.

Links sehen Sie die Vorschau auf kommende Veranstaltungen, rechts Berichte über Aktivitäten der MIT .

Sie möchten wissen, welches Selbstverständnis wir haben? Hier finden Sie unser Leitbild.
Ihr Wolfgang Stoltmann, Vorsitzender

Mehr Freiheit und weniger Staat für alle Bürger
... Mittelstand sichert den Wohlstand für alle! [mehr ...]
Mittelstandsfreundliche Kommunalpolitik
... gut auch für die Kommune ! [mehr ...]
Mittelstand und Handwerk
... Handwerk in Niedersachsen - Wertarbeit nach Maß ! [mehr ...]
Mittelstand setzt auf weiteres Wachstum
... Stellen wir uns dem Wettbewerb der Regionen ! [mehr ...]
Leitbild der Mittelstandsvereinigung Hannover-Land

Wer sind wir und wie wollen wir uns verhalten?
Die Mittelstandsvereinigung (MIT) ist der organisatorische Zusammenschluss von wirtschaftspolitisch interessierten Personen, insbesondere von Unternehmern, Handwerkern, Gewerbetreibenden, Landwirten, Angehörigen der Freien Berufe und der Leitenden Angestellten sowie von verantwortlich Tätigen in Wirtschaft und Verwaltung.

Die MIT ist eine eigenständige Organisation innerhalb der CDU. Sie vertritt die Interessen des Mittelstandes. Das Verhältnis zur CDU wird als kritisch-konstruktiv definiert.

Im Unterschied zu Interessenverbänden hat sie ein wirtschaftliches, soziales und politi-sches Gesamtkonzept auf Bundes- und Landesebene.

Grundlage ist das christliche Menschen- bild, wonach der Mensch sowohl Individuum als auch Gemeinschaftswesen ist.

Auf dieser Grundlage beruht das Konzept der Sozialen Marktwirtschaft nach Ludwig Erhard als einer freiheitlichen und sozialen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung.
Unsere Aufgabe sehen wir in der Einflussnahme auf das politische Leben getreu unseren Zielen und Grundsätzen. Diese liegen im Bekenntnis zum demokratischen Rechtsstaat und zu einer freiheitlichen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung.

Die MIT will ihren Teil dazu beitragen, die Idee der sozialen Marktwirtschaft auf der Grundlage von Eigeninitiative und Eigenverantwortung fortzuentwickeln. Dieses kann nur funktionieren, wenn Leistungsorientierung, Risikobereitschaft und Unternehmertum in der Gesellschaft anerkannte Werte sind.

Wir sehen als unabdingbare Voraussetzungen für eine freiheitliche Wirtschafts- und Ge-sellschaftsordnung folgende Prinzipien an:
  1. den weitgehenden Verzicht auf kommunale Eingriffe in das Wirtschaftsleben,
  2. die Förderung der Kreativität und der Eigenverantwortung der Bürger durch Staat und Gesellschaft,
  3. die Sicherung des Leistungswettbewerbs.
Um die vorgenannten Ziele zu erreichen und sie möglichst vielen Gleichgesinnten näher zu bringen, sieht es der Kreisverband mit seinen Untergliederungen als notwendig an, dass er sich für den Erhalt der Verbandsstruktur durch nachfolgende Maßnahmen einsetzt:
  1. Mitgliederpflege und Werbung,
  2. Weitergabe von wirtschaftspolitischen Informationen in Wort und Schrift,
  3. Schaffung eines Unternehmernetzwerkes,
  4. Übernahme von politischer Verantwortung,
  5. Einsatz für faires unternehmerisches Miteinander,
  6. Förderung der Geselligkeit durch Schaffung von Kommunikation.


Dieses Selbstverständnis bedarf seiner stetigen Weiterentwicklung. Es soll interessier-ten Personen zugängig gemacht werden. Damit soll eine einheitliche Aussage über die Zielsetzungen der MIT möglich gemacht werden. Auch ist es als Diskussionsgrundlage für Mitglieder gedacht.
Mehr Freiheit und weniger Staat für alle Bürger

Mittelstand sichert den Wohlstand für alle! Was sind unsere Ziele und Aufgaben?
Die Mitglieder der MIT bekennen sich:

zur Sozialen Marktwirtschaft im Sinne von Ludwig Erhard
zum freien und verantwortlichen Unternehmertum
zum Schutz des Eigentums und der Vertragsfreiheit
zum Leistungswettbewerb auf offenen Märkten
zur Eigenverantwortung und Risikobereitschaft


Mitglieder der MIT sind Unternehmer, Kaufleute, Handwerker, Freiberufler, Leitende Angestellte, Landwirte und wirtschaftspolitisch interessierte Personen. Deshalb brauchen sie eine wirkungsvolle politische Interessenvertretung.

Die MIT fordert die Renaissance der Sozialen Marktwirtschaft. Denn nur mit mehr Freiheit und weniger Staat für den Mittelstand kann der Wohlstand für alle gewahrt werden.

Mittelstandspolitik ist nicht nur Wirtschaftspolitik, sondern im Ergebnis Gesellschaftspolitik. Die MIT kämpft für eine gerechtere Steuer- und Abgabenpolitik. Denn Leistung, Fleiß und Sparsamkeit müssen sich lohnen.

Die MIT tritt für eine ausgewogene Struktur von Klein-, Mittel- und Großunternehmen auf den Märkten ein.

Der Leistungswettbewerb muss fair sein. Die MIT fordert, dass die Bürokratie konsequent abgebaut wird.

Außerdem müssen die Lohn- und Energiekosten gesenkt werden, damit in Deutschland wettbewerbsfähig produziert werden kann.

Auf Bundesebene haben sich in der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU rund 30.000 Unternehmer zusammengeschlossen. Mit über 120 Bundestagsabgeordneten bildet der Parlamentskreis Mittelstand (PKM) den parlamentarischen Arm, um Mittelstandspolitik auch umzusetzten.

In Niedersachsen sind es nahezu 5.000 Mittelständler, die die Interessen, Aufgaben und Ziele der MIT vertreten und aktiv fördern.

Mehr als die Hälfte der Niedersächsischen Landtagsabgeordneten gehören der MIT Niedersachsen an. Sie bilden den Parlamentskreis Mittelstand (PKM) in der CDU Landtagsfraktion.

Mittelständler stellen tagtäglich unter Beweis, was es heißt, sich am Markt zu behaupten.

Mittelständler wissen, wie schwer es ist, Geld zu verdienen, Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern.

Mittelständler geben nur das Geld aus, das vorher auch verdient worden ist.

Mittelständler haben den wirtschaftlichen Sachverstand, den die Politik benötigt.

Die MIT in Niedersachsen will ihren Beitrag dazu leisten, die Rahmenbedingungen für die kleinen und mittleren Unternehmen zu verbessern.

Helfen Sie daher mit, dass dies gelingt!

Warum macht es Sinn, Mitglied der MIT zu sein?

Weil ich dort einen Kreis von Gleichgesinnten finde.
Weil ich aktiv Politik mitgestalten kann.
Weil der Mittelstand eine stärkere Lobby haben muss.
Weil die MIT direkten Einfluss in den Parlamenten hat.

Weil die MIT ordnungspolitisch auf meiner Linie liegt.
Weil die wirtschafts-, finanz- und sozialpolitischen Forderungen der MIT auch meine sind.
Weil die MIT als Interessenvertretung des Mittelstandes in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.

Mittelstandsfreundliche Kommunalpolitik

Welchen Stellenwert hat der Mittelstand in den Kommuneen ?
Der Mittelstand arbeitet überwiegend auf lokalen und regionalen Märkten. Kleine und mittlere Unternehmen versorgen die Bevölkerung vor Ort mit den notwendigen Gütern und Dienstleistungen. Sie schaffen Arbeitsplätze und finanzieren mit ihren Steuern und Abgaben gleichzeitig die kommunale Daseinsvorsorge. Mittelständler sind regelmäßig mit ihrer Region und den darin lebenden Menschen persönlich verbunden. Sie fühlen sich dem Gemeinwohl verpflichtet. Das soziale, politische und kulturelle Engagement gehört zur unternehmerischen Kultur des Mittelstandes.

Was kann die Kommune für den Mittelstand tun ?

Der Mittelstand benötigt eine leistungsfähige Infrastruktur

Straßen und Verkehrsverbindungen.
Gewerbeflächen zu bezahlbaren Preisen.
Schulen und kulturelle Einrichtungen.


Der Mittelstand benötigt eine bürgerfreundliche Verwaltung

Ansprechpartner für Mittelständler in Öffentlichen Verwaltungen ("Mittelstandslotse").
Flexible Anwendung geltender Regelungen.
Abbau bürokratischer Hemmnisse.


Überprüfung kommunaler Satzungen ("Bürokratie-TÜV").
Fristgerechte Bezahlung von Rechnungen.


Der Mittelstand benötigt niedrige Steuern und Abgaben

Angemessene Hebesätze für die Gewerbesteuer.
Niedrige Gebühren und Beiträge.
Vernünftige Haushaltspolitik der Kommune.


Kostensparende Verwaltungsreform.
Privatisierung öffentlicher Aufgaben.


Der Mittelstand fordert faire Ausschreibungen

Berücksichtigung des Mittelstandes bei den Ausschreibungen.
Mittelstandsrelevante Einzellose bei Vergabe öffentlicher Aufträge.
Qualifiziertes Personal für die Auftragsvergabe.


Der Mittelstand braucht eine aktive Stadtentwicklungspolitik

Konzepte zur Belebung der Innenstädte.
Bereitstellung von ausreichendem Parkraum.

kurzum

ein kommunales Klima "pro Mittelstand", das allen dient!.


Mittelstand und Handwerk

... Handwerk in Niedersachsen - Wertarbeit nach Maß !
Niedersachsen ist ein Mittelstandsland, in dem das Handwerk einen wesentlichen Eckpfeiler darstellt. Das Handwerk in Niedersachsen ist mit dem Land traditionell verwurzelt, innovativ und zukunftsorientiert.

Das Handwerk ist einer der Garanten dafür, dass deutsche Produkte und Dienstleistungen wettbewerbsfähig bleiben. Hierfür ist u.a. die Qualifikation der Mitarbeiter eine wesentliche Voraussetzung.

Das Duale Ausbildungssystem ist ein Exportschlager, um den Deutschland in der ganzen Welt beneidet wird. Die MIT weiß um den Stellenwert der Qualifikation im Handwerk. Der Bildungsauftrag des Handwerks kann aber die pädagogischen Defizite von Schule und Elternhaus nicht ausgleichen.
Mittelstand und Handwerk arbeiten besonders personalintensiv. Die Reform des Arbeitsmarktes und dabei insbesondere des Kündigungsschutzes ist deshalb ein vorrangiges Anliegen.

Außerdem stellen die hohen Lohnzusatzkosten einen Wettbewerbsnachteil für das Handwerk dar. Handwerkliche Leistungen werden dadurch künstlich verteuert und die Schwarzarbeit gefördert. Die MIT fordert deshalb die Senkung der tariflichen und gesetzlichen Lohnzusatzkosten.

Die Wettbewerbsfähigkeit des Handwerks leidet u.a. an steuerlichen Nachteilen bei der Mehrwertsteuer, die auch auf die Lohnzusatzkosten berechnet wird.

Um diese Doppelbelastung zu mindern, ist es sinnvoll, handwerkliche Leistungen bei der Umsatzsteuer zu begünstigen.

Die MIT setzt sich dafür ein, dass sich die Wirtschaftspolitik nicht an den Bedürfnissen der großen Unternehmen, sondern in erster Linie an den kleinen und mittleren Betrieben ausrichtet.

Mittelstand und Handwerk benötigen für wirtschaftliches Handeln mehr Spielraum und weniger Bürokratie.

Die MIT hält eine spürbare Verbesserung der Eigenkapitalquote im Handwerk für dringend geboten. Hier müssen die steuerlichen Vorschriften für die Eigenkapitalbildung verbessert werden.
Mittelstand setzt auf weiteres Wachstum in Niedersachsen
... es wird höchste Zeit!

Die von Christian Wulff geführte Landesregierung hat ein schweres Erbe angetreten. Die Wirtschaft in Niedersachsen ist durch niedriges Wachstum und hohe Arbeitslosigkeit gekennzeichnet. Die wachsende Staatsverschuldung hat das Land an den Rand der Handlungsunfähigkeit gebracht. Niedersachsen befindet sich in der Krise.

Auch im Ländervergleich hat Niedersachsen unter den SPD-Regierungen erheblich an Boden verloren. Konnte Bayern sein Wirtschaftswachstum seit 1995 um 16,7 % steigern, so erreichte Niedersachsen mit 8,4 % nur die Hälfte. Um diesen Abstand aufzuholen, benötigt das Land eine Wachstumsoffensive.

Mit der Reform des Bildungswesens, der Stärkung der inneren Sicherheit und der Kürzung staatlicher Ausgaben hat die neue Landesregierung bereits wichtige Akzente zur Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gesetzt. Diese Maßnahmen reichen aber allein nicht aus, um wirtschaftliches Wachstum und mehr Beschäftigung zu schaffen. Mit einer Wachstumsoffensive müssen die Schwächen und Engpässe des Landes beseitigt und die wirtschaftlichen Potentiale gestärkt werden.

Niedersachsen muss sich dem Wettbewerb der Regionen stellen

In einer globalisierten Welt mit offenen Grenzen und freien Märkten konkurrieren nicht nur Unternehmen um Märkte, sondern es konkurrieren auch Regionen und Städte um Investitionen und Arbeitsplätze, national und international. In diesem regionalen Wettbewerb muss sich Niedersachsen bewähren, wenn es wirtschaftlich wachsen will.

Ob in Niedersachsen Betriebe gegründet und erweitert werden, Investitionen getätigt oder Arbeitsplätze geschaffen werden, hängt von seiner Attraktivität als Wirtschaftsstandort ab. Aus der Sicht der Unternehmen sind die Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften und die Einrichtungen der Infrastruktur (Verkehrsinfrastruktur, Bildung und Forschung) die wichtigsten Standortfaktoren. Es folgen die weichen Standortfaktoren (Wohn- und Freizeitangebote, innere Sicherheit, Umwelt und Natur, etc.) sowie das staatliche Handeln (Steuern und Abgaben, Bürokratie etc.).

Im Vergleich der 16 Bundesländer rangiert Niedersachsen nach einer Studie der Firma Ernst & Young vom September 2000 auf Platz 11 der Attraktivitätsliste. Dies ist der letzte Platz unter den alten Bundesländern, es folgen die neuen Bundesländer. Dies zeigt, wie dringlich der Handlungsbedarf ist.

Wenn Niedersachsen wachsen will, muss es sich dem Wettbewerb vergleichbarer Regionen stellen. Ziel muss es sein, die Position auf dem Attraktivitätsindex deutlich zu verbessern.

Niedersachsen benötigt eine Wachstumsstrategie

Für die Wachstumsoffensive benötigt die neue Landesregierung ein strategisches Konzept. Darin müssen die Wachstumsziele festgelegt und die Maßnahmen bzw. Projekte bestimmt werden, mit denen die Ziele erreicht werden sollen.

Angesichts der leeren Kassen und der knappen Ressourcen des Landes muss sich die Wachstumsstrategie darauf konzentrieren, die Lücken und Engpässe zu beseitigen, die wirtschaftliches Wachstum behindern. Solche Lücken und Engpässe bestehen in folgenden Bereichen:

1. Der norddeutsche Raum ist nicht ausreichend mit Verkehrsinfrastruktur ausgestattet. Dies behindert die Mobilität der Produktionsfaktoren und die Marktnähe der Unternehmen.

2. Niedersachsen hat ein schwaches lnnovationspotential. Grund sind die unterdurchschnittlichen Forschungs-Entwicklungs-Aktivitäten im norddeutschen Raum.

3. Niedersachsen hat im Ländervergleich eine Mittelstands- und Unternehmerlücke. Es fehlen deshalb Investitionen und Arbeitsplätze.


Niedersachsen muss seine Verkehrsinfrastruktur verbessern

Mobilität ist ein Schlüsselfaktor für das wirtschaftliche Wachstum einer Region. Nur Räume, die durch ein leistungsfähiges Verkehrswegenetz erschlossen sind, werden im künftigen Wettbewerb der Regionen und Standorte erfolgreich sein.

Die norddeutschen Flächenländer fallen bei der Verkehrserschließung mehr oder weniger deutlich hinter den süddeutschen Ländern und dem Bundesdurchschnitt zurück. Während in den westlichen Bundeslän dern auf 100 km 23,8 Kilometer Autobahn bzw. 69,9 Kilometer überörtliche Straßen kommen, sind es in Niedersachsen nur 2,8 Kilometer bzw. 59,0 Kilometer.

Es war deshalb ein schwerer Fehler, als die Landesregierung unter Schröder im Jahre 1990 verkündete: "Der Ausbau des Fernstraßennetzes gilt weitgehend als abgeschlossen". Der Ausbau und Neubau des Autobahnnetzes in Niedersachsen wurde daraufhin vernachlässigt und die Finanzmittel für Landesstraßen sowie den kommunalen Straßenbau haben sich seit 1990 halbiert.

Ohne erhebliche Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur wird Niedersachsen sein Wachstumsziel nicht erreichen können. Da jedoch der öffentlichen Hand die dafür erforderlichen Mittel fehlen, muss die private Verkehrswegefinanzierung ausgebaut werden.

Zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur von Niedersachsen ist Folgendes erforderlich:

1. Die Planfeststellungs- und Genehmigungsverfahren für Maßnahmen der Verkehrsinfrastruktur müssen verkürzt und vereinfacht werden.

2. Die private Verkehrswegefinanzierung, die zurzeit auf Verkehrsengpässe (F-Modell) und den Autobahnausbau (A-Modell) beschränkt ist, muss auf den Neubau von Autobahnen und Fernstraßen erweitert werden.

3. Neben der Lkw-Maut muss bei gleichzeitiger Senkung der KFZ-Steuer eine Pkw-Maut zulässig sein, die ausschließlich für Straßenbauinvestitionen verwendet wird.

Niedersachsen muss sein Innovationspotenzial stärken

Innovationen und Wachstum hängen entscheidend von der Qualität der Forschung und dem Wissenstransfer in die Wirtschaft ab. Ein ressourcearmes Land wie Niedersachsen ist wie kaum ein anderes auf das "Kapital in den Köpfen" angewiesen. Die Ausstattung mit F- und E-Einrichtungen ist deshalb einer der wichtigsten Standortfaktoren.



Die regionale Verteilung der Innovationsaktivitäten in Deutschland ist durch ein deutliches Nord-Süd-Gefälle gekennzeichnet.

Der Süden führt gegenüber dem Norden bei allen lndikatoren, die das innovative Potential einer Region angeben. Dies ist ein Standortnachteil, der beseitigt werden muss.

Um die Innovationslücke in Niedersachsen zu schließen, ist Folgendes erforderlich:

1. Die öffentlichen Mittel für Forschung und Entwicklung dürfen trotz der Haushaltsprobleme nicht gekürzt werden.

2. Statt der institutionellen Förderung müssen stärker als bisher anwendungsorientierte Projekte und Programme gefördert werden.

3. Dynamische Netzwerke und Cluster zwischen innovativen Unternehmen und Forschungseinrichtungen müssen gestärkt werden.

Niedersachsen braucht eine Mittelstandsoffensive

Der Mittelstand ist das Rückgrat der niedersächsischen Wirtschaft. 99,8 % aller Unternehmen sind kleine und mittlere Unternehmen, die knapp zwei Millionen, das heißt 81,4 % aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer beschäftigen.

Unabhängig hiervon hat Niedersachsen ein Mittelstandsproblem. Während in Bayern 11,6 % aller Tätigen selbstständig sind, hat Niedersachsen nur eine Selbstständigenquote von 9,7 %. Im Ländervergleich fehlen in Niedersachsen damit ca. 50.000 Unternehmen.

Es besteht dringender Handlungsbedarf, weil der Abstand zu den süddeutschen Ländern nicht kleiner, sondern größer wird. Während in Bayern von 10.000 Unternehmen im Jahre 2002 93 insolvent wurden, sind es in Niedersachsen insgesamt 108 gewesen. In Bayern entstehen auch mehr Unternehmen als in Niedersachsen. Der positive Saldo der Gewerbean- und -abmeldungen belief sich in Bayern im Jahre 2001 auf 173, während Niedersachsen nur auf 92 kam.

Um diese Unternehmerlücke zu schließen, braucht Niedersachsen dringend eine Mittelstandsoffensive. Ziel dieser Offensive muss es sein, den Bestand der vorhandenen Unternehmen zu sichern, die Neugründung sowie Ansiedlung von Betrieben zu erleichtern und die Abwanderung zu verhindern,

Die Mittelstandsoffensive muss insbesondere Folgendes bewirken,

1. Niedersachsen muss ein Unternehmerland werden. Dazu muss Unternehmertum und Selbstständigkeit einen höheren Stellenwert erhalten. Es ist Aufgabe der Politik, für eine solche Kultur der Selbstständigkeit einzutreten.

2. Wie der Fisch das Wasser benötigen Unternehmen wirtschaftliche Freiheit, um produzieren und investieren zu können. Aufgabe der Mittelstandsoffensive muss es sein, gesetzliche sowie bürokratische Fesseln zu lösen und die Abgabenlast zu mindern.

3. Ohne Mitwirkung der Banken können Unternehmen nicht investieren und Arbeitsplätzeschaffen. Um zu verhindern, dass sich die Finanzierungsprobleme weiter verschärfen, muss bei der Umsetzung von Basel II in nationales Recht vorgesehen werden, dass Banken, die nicht international tätig sind, von den Regelungen nach Basel II freigestellt werden.

Niedersachsen muss handeln, damit es ein Land mit Zukunft wird!

MIT Landesgeschäftsstelle
Wilfried-Hasselmann-Haus
Hindenburgstraße 30
30175 Hannover
Tel.: 0511 27991 - 23
Fax: 0511 27991 - 24
www.mittelstand-niedersachsen.de
info@mittelstand-niedersachsen.de
© MIT-Hannover-Land im Internet. Impressum mehr über die MIT